Bericht
Angetreten zum Studium!
Bildet die Bundeswehr an ihren Universitäten die Elite der Zukunft aus?

 

 

Es ist kalt, die Feldbetten sind unbequem - typischer Auslandseinssatz. Viele junge Leute ziehen deswegen den Zivil- dem Wehrdienst vor. Kurz gesagt: Die Bundeswehr hat ein Imageproblem. Dies ist die negative Seite der Bundeswehr, jedoch gibt es inzwischen viele Abiturienten, die zur Bundeswehr gehen, um dort ihr Studium zu absolvieren. Denn was viele nicht wissen, ist, dass die Bundeswehr die Kosten komplett übernimmt, wenn man sich für einen Zeitraum von zwölf Jahren verpflichtet.

Auch Dr. Olaf Ueberdiek hat sich entschlossen, diesen Weg einzuschlagen und arbeitet nun erfolgreich als selbstständiger Unternehmensberater. "Mit meiner Berufswahl habe ich die richtige Entscheidung getroffen", betonte Ueberdiek. Bereits drei Tage nachdem er sein Abitur bestanden hatte, meldete er sich bei der Bundeswehr in München und absolvierte die Grundausbildung. Nach 15 Monaten entschied sich Ueberdiek, an der Bundeswehruniversität in Hamburg Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Danach durchlief er mehrere Stationen, besuchte Lehrgänge und machte seinen Führerschein. Ueberdiek: "Die Führung von Menschen - das hat mir bei meiner Karriere besonders geholfen."

Auch Brigadegeneral Wolfgang Otto nannte als besonderen Vorteil die soziale Kompetenz der Offiziere. Besonders erwähnte er, dass "80 Prozent aller ausgebildeten Offiziere nach zehn Jahren Berufe mit Führungsverantwortung übernommen haben." Weiterhin sind 75 Prozent der ehemaligen Offiziere nach zwölf Jahren mit ihrem Werdegang zufrieden. Otto weiter: "Ein Offizier hat soziale Kompetenzen, hat Menschen geführt, studiert und gelernt, sich anzupassen."

Studierende an Bundeswehrhochschulen dürfen ihren Studiengang nicht wechseln. Des Weiteren verlieren sie einen großen Teil ihrer Flexibilität und Freiheit, da sie sich für zwölf Jahre verpflichten. Darüber hinaus sind sie beim Berufseintritt etwa vier Jahre älter als die "zivilen" Studenten. Laut Unternehmensberater Ueberdiek haben diese ein aktuelleres Wissen, das sie gleich nach ihrem Studium anwenden können. Die Absolventen eines Bundeswehrstudiums müssen noch mehrere Jahre bei der Bundeswehr verbringen, bis sie in das Berufsleben eintreten können.

Die Bundeswehr erachtet es als ihre Pflicht, die Offiziere mit Qualifikationen auszustatten, mit denen sie in der zivilen Welt sehr gute Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden. Den Studenten wird bei der Bundeswehr die Unterkunft gestellt, sie müssen keine Uniformen tragen und erhalten während des Studiums weiterhin ihre Gehälter.


Andreas Drott, Benno Jacke, Andre Mächler

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